farbennest - Atelier für Begleitetes Malen / Freies Malen für Kinder und Erwachsene in Bonn

Kunstprojekte und Ausstellungen von Anja Neimöck

"Langeweile im Paradies"

 

7. März bis 31. Oktober 2021

 

Frauenmuseum Bonn

Im Krausfeld 10, Bonn-Altstadt

Öffnungszeiten Di - Sa 14-18 Uhr, So 11-18 Uhr

 

www.frauenmuseum.de

 

Zu sehen ist mein Projekt "Apfel und gefährdete Tiere"

 

 

15. Oberkasseler Kulturtage

 

25./26. September + 2./3. Oktober 2021

(Sa 14-18 Uhr/So 14-17 Uhr)

 

Offenes Atelier mit verschiedenen Künstler*innen

Am Buschhof 5, 53227 Bonn

 

 zeitgleich mit Kunst in den Häusern 7+ 11

 

www.oberkasseler-kulturtage.de

 

Zu sehen sind meine Vogel-Episödchen



Vogel-Episödchen

 

 Es war einmal eine kleine zarte Blüte unter vielen anderen Blüten. Sie saß für eine kurze Weile an einem schwingenden, aufstrebenden Stengel. Die kleine Blüte wollte dort aber nicht sitzen bleiben, sondern genauso hoch hinaus wachsen in den blauen Himmel wie der Stengel ... und siehe da, sie ward ein Vogel.

 

Zu sehen während der Oberkasseler Kulturtage

 

Blüte auf Aquarellpapier 10x10 cm


Projekt: Apfel und gefährdete Tiere von der Roten Liste

 

Titel "Was verbindet Apfel und Rote Liste?"

 

Es begann mit einem schmackhaften, formschönen Apfel… ein

für uns selbstverständliches Obst. Alle haben wir in uns Bilder von

großen Apfelbäumen, die voll sind mit rotbackigen Äpfeln. Zusätzlich zu den

vielfältigen symbolischen Bedeutungen des Apfels - sein Beitrag zur

Vertreibung aus dem Paradies, Sinnbild für Leben, weibliche Kraft und

Fruchtbarkeit, aber auch für die herrschaftliche Macht und die Versuchung,

fasziniert es mich, den Apfel aus allen möglichen Perspektiven

malerisch und zeichnerisch zu erfassen. Ob in ganzer, halber oder

angebissener und geschnittener Form… farbig oder nicht farbig...

 

Die aktuellen Themen Klimawandel und Corona-Pandemie haben mich

zu einem Projekt inspiriert, in dem ich den unverwüstlichen, symbolträchtigen

Apfel in Verbindung setze mit Tieren, deren Art gefährdet ist und die auf der

roten Liste der Arten stehen. Mit Tieren, die durch schrumpfenden

Lebensraum, durch Überfischung, durch überdüngte und riesige

Äcker, durch Vogelfang etc. immer mehr verschwinden. Tiere, die

eigentlich selbstverständlich bei uns in Deutschland beheimatet sind und

uns vertraut sind aus Beobachtungen in der Kindheit, aus Märchen und

Erzählungen, wie z.B. der Hase oder die Turteltaube. Heute finden sie bei

uns keinen Raum mehr…. ein Paradies verschwindet.

 

Material: Ölkreiden, wasserlösliche Wachskreiden, Graphit, Tinte

Format: DIN A 5



Projekt: Naturkundemuseum

Vor einigen Jahren war ich in einem aufgegeben Naturkundemuseum. In dessen riesigem Dachspeicher, der aus lauter einzelnen Zimmern und Badezimmern (ehemalige Seminarräume) bestand, habe ich die "ausrangierten", ausgestopften Tiere gesehen. Sie lagen, hingen, lehnten, stapelten sich überall, auf dem Boden, auf den Möbeln und Kissen, im Waschbecken, an der Wand, auf dem Fensterbrett…

 

Es hatte mich zugleich fasziniert und geschockt. Viele Tage habe ich dort zugebracht, um zu zeichnen und zu fotografieren. Teilweise betäubt von den Dämpfen der mit Chemikalien behandelten Tier-"modelle", aber auch entsetzt von der Vergeudung und Verschwendung von Lebewesen, da ja alle für Schauzwecke getötet wurden. Aber wiederum künstlerisch sehr fasziniert von den teilweise äußerst skurrilen Szenerien.

 

Immer wieder kam mir die Frage: Ist es nötig, ist es notwendig so viele Tiere zu töten, zu präparieren, um sie für eine relativ kurze Zeit in einem der zahllosen Museen zu zeigen? Damit unsere Kinder einen Eindruck der Natur bekommen? Oder einen Überblick erhalten müssen, wie die einheimischen Tiere mal aussahen, da sie mittlerweile fast ausgestorben sind? Und wenn sie nicht mehr gebraucht werden, dann werden sie entsorgt… Und noch viele andere Fragen tauchten bei mir auf zu unserem Umgang mit der Natur und den darin lebenden Wesen. Wie steht es mit unserer Achtung und unserem Respekt vor dem, was uns Lebensgrundlage bietet?

 

Ich habe dann begonnen, einige meiner Zeichnungen/Fotos malerisch und zeichnerisch umzusetzen und meine Gefühle und Fragen dabei herauszuarbeiten.

 

Ein Projekt, das noch lange nicht zu Ende ist...

 

 

Material: Acryl auf Leinwand