Begleitetes Malen (personenorientiertes Malen) nach Bettina Egger

Malen mit Pflegebedürftigen - auch bei Demenz


Begleitetes Malen - personenorientiertes Malen - im Atelier farbennest in Bonn
Malen mit Demenz
Begleitetes Malen -personenorientiertes Malen- im Atelier farbennest in Bonn
Begleitetes Malen (personenorientiertes Malen) im Atelier farbennest in Bonn
Gestalten mit Demenz
Begleitetes Malen - personenorientiertes Malen - im Atelier farbennest in Bonn
Malen mit Demenz

Ein Blog-Beitrag, wie Malen auch mit Demenz auch im Malatelier noch möglich sein kann:

 

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Ein Wolkenwurm zieht vorbei

(Klingt was bei Ihnen nach, wenn Sie diesen Satz lesen?)

 

Bei älteren Menschen mit Demenz oder mit körperlichen Einschränkungen lassen die persönlichen, sozialen und methodischen Fähigkeiten und Kompetenzen kontinuierlich nach.

Die Gefühle und Empfindungen jedoch bleiben für sie bis zuletzt spürbar.

Durch das Malen bzw. Gestalten eines Bildes kann das aktuelle Erleben - oder auch frühere Erinnerungen - ausgedrückt werden, besonders wenn es mit Worten nicht mehr möglich ist. Dafür bedarf es keiner besonderen kunstfertigen Fähigkeiten.

 

Dieses aktive Tun, das Schaffen von etwas Eigenständigem und Neuem, bringt Entspannung und Wohlbefinden.

 

Eine 84-jährige, demenziell erkrankte Teilnehmerin sitzt lange versunken vor ihrem Blatt Papier. Daneben steht ein Töpfchen mit der von ihr ausgesuchten blauen Farbe. Einen Pinsel hält sie in der Hand und schaut ihn lange an. Nach einer Weile hat sie das Töpfchen mit der Farbe in der Hand und malt konzentriert blaue Punkte gleichmäßig auf das Farbtöpfchen. Sie wirkt dabei glücklich und entspannt. Das Papier bleibt weiß.

 

Der Schaffensprozess, dass aktive Gestalten, steht im Vordergrund - ohne Leistungsdruck, Wertung oder Anforderungen. Während der Malstunde ist das Erleben und das Erschaffen von etwas Eigenständigem wichtig. Die Nöte und Beschwerden eines oft verwirrenden und passiven Alltags geraten während dieser Zeit in den Hintergrund.

 

Passend zur Jahreszeit hatte ich einige Motive von Frühjahrsblühern mitgebracht. Eine durch Krankheit körperlich beeinträchtigte Seniorin, 83 Jahre, fühlte sich gleich von den gelb blühenden Winterlingen angesprochen. Sie malte auf ein vorher zur Hälfte grün grundiertes Blatt viele kleine gelbe Punkte und gestaltete zum Schluss den Himmel. Sie erzählte, dass früher die Wiese vor ihrem Haus immer voller Winterlinge war und sie wäre, während sie das Bild malte, mit ihren Gedanken und Gefühlen „zu Hause“ gewesen.

 

Dadurch, dass Ihr*e pflegebedürftige*r Angehörige*r kreativ eigene Werke erschafft, wird deren Eigenaktivität gefördert und das Selbstvertrauen gestärkt.

 

Für einen demenziell erkrankten Herrn, 89 J., der früher viel handwerklich gearbeitet hat, z.B. gefliest, habe ich ein Holzbrettchen mitgebracht und zu Rechtecken geschnittene Lederstückchen in verschiedenen Farben. Erst hat er das Holzbrettchen mit Weiß grundiert, dann ausdauernd und genau ausmessend die Lederstückchen darauf angeordnet und später aufgeklebt. Das war ein Prozess, der über mehrere Wochen ging, ihn jedoch sehr zufriedengestellt hat.

 

Als Kunsttherapeutin unterstütze und begleite ich jeden Senior einfühlsam und wertschätzend.

Ich schaue immer wieder genau nach den Bedürfnissen und Fähigkeiten jedes Einzelnen und passe mein Angebot entsprechend an - natürlich in Absprache.

Mit der Zeit entsteht ein vertrauensvolles Miteinander, denn auch die Gespräche, der Austausch sind ein wichtiger Bestandteil unserer Stunde.


Ich bin von der Pflegekasse anerkannte Betreuungskraft, d.h. mein Honorar können Sie über die Pflegekasse abrechnen.

 

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